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Paul Anka - Rock Swings
Natürlich verbinden wir den kanadischen Crooner mit seinen ehemaligen zahlreichen schmalzigen Hits. Umso überraschender, wenn wir von ihm ausschließlich Rock Songs der letzten 25 Jahre hören, die uns u.a. von Billy Idol, Bon Jovi, Survivor oder Nirvana im Ohr vertraut klingen. Und da überrascht uns Anka mit einem sanft swingenden Big-Band-Groove, der uns alte Bekannte ganz neu erscheinen lässt. Wie sich doch die Zeiten ändern - was einmal als altmodisch gegolten hat, wird plötzlich zum neuen Sound, eine Veredelung der noch gestern so „modernen“ Rockkultur. Auf jeden Fall ein „Aha-Erlebnis“ der Sonderklasse!
1 CD ... € 21.70 |
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Terry Callier
- Lookin´ Out
Ein sehr melodiöses Album, das die Grenzen zwischen Jazz, Rhythm
& Blues und Folk auf eleganteste Weise aufhebt. Callier, dessen
legendäre drei Alben für Cadet vom verstorbenen Arrangeur
Charles Stepney betreut wurden, hat zum ersten Male selbst produziert.
Eine Herausforderung, die er superb meisterte. Einer der berührendsten
Songs auf dem neuen Opus ist Jazzvokal-Legende Billie Holiday zugeeignet.
Der stille Poet des Folk-Jazz über die große Lady Day:
"Das Faktum, daß sie so viel von ihrer Person in die
Musik steckte, macht sie universal. Wir sind ja im Grunde alle nach
dem selben Bauplan gefertigt, auch wenn das manche nicht glauben
wollen. Unser aller Reaktionen auf solch intensive Selbstoffenbarung
wie sie die Holiday in ihrer Kunst lebte, sind ähnlich. Auf
Basis der Emotionen sind alle Menschen gleich. Manche werden vielleicht
schneller zornig oder verlieben sich rascher, aber die zugrundeliegenden
Gefühle sind die gleichen. Die besten Künstler dieses
Planeten haben, ungeachtet aller Widerstände, immer ihre innersten
Gefühle offengelegt." Neben überraschenden Coverversionen,
wie einer zarten Adaption vom Beatles-Klassiker "And I love
her" und dem fast vergessenen Folksong "What about me
(what you gonna do about me)" von Dino Valente, einem späteren
Mitglied der Band Quicksilver Messenger Service, brilliert Callier
in seinen selbstverfaßten Songs mit Melancholie de luxe wie
etwa in "Paris Blues", wo dem Schmerz des Verlassenwerdens
eine der schönsten Melodien der letzten Jahre abgerungen wurde.
Dieses leidumflorte Kleinod zeigt, wie süß wohldosierte
Wehmut sein kann. Obwohl das Album "Lookin´ Out"
nicht frei von wohl formulierten sozio-politischen Anklagen ist,
dominiert der Wohlklang milder Melancholie. "Mein Ziel war
es, Menschen, denen es nicht gut geht, aufzurichten. Mein neues
Album soll ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern."
1 CD ... € 21.70
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Nick Cave
& The Bad Seeds - Abattoir Blues/The Lyre of Orpheus
Das
Doppelalbum-Format scheint dem australischen Barden mit Wohnsitz
Hove nahe Brighton in England gut zu tun. Nach seinem bislang imposantesten
Opus, dem Pianoballaden-Album "No more shall we part",
ging es mit dem Nachfolger "Nocturama" formmäßig
ein wenig bergab, ehe nun das aktuelle Doppelalbum Cave wieder in
strahlendem Hoch zeigt. Der Abgang Blixa Bargelds hat der Band sehr
gut getan. Luftige Arrangements, kühne Gospelchöre und
neben dem gewohnten, permanenten Wechsel von violenten Sounds und
intimer Balladensensitivität erfreut diesmal zusätzlich
ein erstaunlicher Popappeal von Liedern wie "Nature Boy",
"Abattoir Blues" und "Easy Money".
2 CDs ... € 24.90
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Francoise Hardy - Tant De Belles Choses
“So viele schöne Dinge” präsentiert uns die vom Schlagerstar zur Grande Dame des französischen Chansons aufgestiegene Sängerin auf ihrem ersten Album seit vier Jahren: einen melancholischen Altersrückblick in Form von zeitlosen Chansons, mit modernen, sensiblen Arrangements unterlegt, die in geschickter Kombination aus akustischen und synthetischen Instrumenten und mit einer Mischung aus klassischem Chanson-Sound mit südamerikanischem Flair und leichtem Air-Sound ihre sanfte Stimme unterstützen. Faszinierend, selbst wenn man der französischen Sprache nicht mächtig ist.
1 CD ... € 21.70 |
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Jack Johnson - In Between Dreams
Der Hawaiianer entwickelt auf seinem dritten Album die schlichte Lebensphilosophie eines Surfers, festgehalten in autobiografischen Songs, in akustischen Ohrwürmern mit nostalgischer, romantischer Stimmung. Der raue Folk-Charakter ist gegenüber den beiden Vorgänger-Alben durch die sparsame Instrumentierung abgemildert. Von ihm sind natürlich keine Innovationen zu erwarten, er lässt die Zuhörer einfach an seiner persönlichen Glückseligkeit teilhaben. Ein entspannendes, ästhetisches Album, das zu positivem Denken und Fühlen verleitet.
1 CD ... € 21.70
1 LP ... € 21.70 |
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Hansi Lang - This Is The Slow Club
Eine Ikone der österreichischen New Wave Generation ist wieder da. 20 Jahre nach seinen großen Erfolgen kommt Hansi Lang seinem Traum nach, die Songs seiner Kindheit und seine amerikanischen Wurzeln neu zu interpretieren. Gemeinsam mit seinem alten Weggefährten Thomas Rabitsch und dem Elektroniker Wolfgang Schlögl gestalt er mit elf Song-Klassikern ein Programm der „großen Gefühle“. Seine Stimme ist ausdrucksvoller denn je, die Begleitarrangements sind (trotz hochgrädiger Gastmusiker wie Schabata, Dobrek, Stojka u. a.) auf das Wesentliche reduziert, Loops und Grooves der Gegenwart bereichern die Songs. Ein Hörerlebnis der besonderen Art.
1 CD ... € 21.90 |
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Amos Lee
- Amos Lee
Mit Amos Lee hat Blue Note einen hochbegabten jungen Künstler
unter Vertrag genommen, der aus Blues, Soul und Folk, tief verwurzelt
in amerikanischen Traditionen, seinen eigenen Stil kreiert. Der
27jährige schreibt Songs von zarter Schönheit und interpretiert
sie mit einer Stimme, die so fragil ist wie sein fein akzentuiertes
Gitarrenspiel, und doch strahlen sie einen angenehmen Hauch von
Rauheit aus. Ein höchst gelungenes Debütalbum!
1 CD ... € 21,70
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Van Morrison - Magic Time
Gastkritik von Samir H. Köck (Die Presse)
"Magic Time", Van Morrisons 37. Studioalbum, wohnt zwar in einem unerträglich häßlichen Kitschcover, ist aber Morrison at his very best. Exzessiv mit seinen Wahrnehmungen und Gefühlen beschäftigt, wie dies nur Einzelkinder vermögen, beteuert der große Barde im Opener, daß "er am Rande der Welt gestrandet wäre, in einer Welt, die er nicht kennt." Da ist es wieder dieses fundamentale Außenseitergefühl, das auch mit dem Wohlstand der späten Jahre nicht wegzubekommen ist. Gemäß dem alten Spruch: "Du kannst den Menschen aus dem Ghetto schaffen, aber niemals das Ghetto aus dem Menschen." trägt Morrison schwer an seiner Charles-Dickens-Kindheit in der Belfaster Hynford Street. Im wild wuchernden Gras unter den großen Strommasten nahe der Belfaster Werft verdichtete sich Morrisons grundsätzliche Welterfahrung in einen nicht mehr zu stoppenden Modus: den der Sorge. Und jetzt längst ein reicher Künstler scheint doch diese frühe Erfahrung von Ungemach seine eigentliche emotionale Heimat zu sein. Mit Hilfe seiner großen Stimme alchimiert Van Morrsion aus dem existenziellen Blei der fernen Tage vor dem Fernsehen und vor dem Rock´n´Roll das Gold seiner schönsten Melodien und poetischsten Texte. Rückwärtsgewandtheit als Weg in die Zukunft zelebriert Morrison auch im prachtvollen Titelsong "Magic Time", in dem er mit äußerst weicher Stimme die Ausgesetztheit des Menschen poetisch erhöht. Mit einer an mehreren Stellen erneuerten Band, so spielt etwa wieder David Hayes mit, jener wunderbare Bassist, der schon viele Meisterwerke des kauzigen Iren veredelte. Stilistisch höchst abwechslungsreich entfalten sich große Melodien wie etwa im von einer akustischen Gitarre dominierten "Celtic New Year". Dem Jazz wird an mehreren Stellen superb Reverenz erwiesen. Vor allem das dezent dahinschaukelnde "I´m confessin'" weiß zu charmieren. Die in den Texten abgehandelten Topoi sind größtenteils vertraut: Unfreiwilliges Exil und ersehnte Einsamkeit, Tiraden auf die Musikindustrie, das Beachten des inwendigen Löwen und das Hören auf den in der Seele wohnenden Zigeuner. Das Ouevre Van Morrisons war immer eine Work in Progress, wo bestimmte Metaphern und musikalische Wendungen in reichen Variationen zu neuem Leben erweckt werden. Vor allem auch live. Niemals gibt es eine feste Setliste. Die jeweils nächste Nummer sucht der Meister zum Leidwesen einiger seiner Musiker immer spontan aus. "They sold me out", vor allem aber "Carry on regardless" geben herb klingend Kunde von den Machinationen des Showbusiness und dem Verfall der Popularkultur. Letzerer endet dennoch mit einem überraschenden Jodler und unbändigem Gelächter. Damit können wir leben, daß unser Mann zum Lachen in den Aufnahmekeller geht. Hauptsache, er lacht von Zeit zu Zeit. Indes, am intensivsten entfaltet sich die schöne Kunst dieses nicht im strikten Sinne als "handsome" zu bezeichnenden Mannes auf dem weiten Feld der Ballade. Im Bedauern und ihm Sehnen ist er halt Weltmeister. Und so findet sich auf "Magic Time" einer der schönsten Songs, die er jemals komponiert hat. "Just like Greta" nennt sich das Juwel, das auf 6 Minuten und 25 Sekunden ein tiefempfundenes Lob der Einsamkeit zum Funkeln bringt. Sein Telefon hätte er ausgesteckt, weil er allein sein möchte wie einst Greta Garbo beteuert der charismatische Sänger und intoniert mit dramatisch kippender Stimme: "Wenn dich irgend jemand fragt, ob du mich gesehen hast, dann antworte doch bitte, nein!"
1 CD ... € 21.70 Einführungspreis ... € 19.90
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Tom Waits
- Real Gone
Circensische
Phantasien, seltsame Tänze, ein an Mungo Jerrys Hit "In
the Summertime" gemahnendes, mit Kazoo-Funk-Gitarre angetriebenes
Stück, allerlei durch Rocksteady- und sogar afrokubanische
Rhythmen ins Schaukeln gebrachte Etüden des Sündhaften,
eine eingehende Studie blonder, weiblicher Ambition, eine stille
Soldatenballade, kurzum das ganze Panorama Waits´scher Outlaw-Figuren,
wird in fünfzehn Songs vorgeführt, deren schöne Texte
zwischen surreal und konkret sozial pendeln. Toningenieur Mark Howard,
der auch für Bob Dylan und Lucinda Williams arbeitet, meisterte
seine schwierige Aufgabe sehr gut. Gemeinsam mit alten Recken wie
Gitarrist Marc Ribot und Bassist Larry Taylor glückt Waits
mit "Real Gone" schlicht sein bestes Album seit "Rain
Dogs".
1 CD ... € 21.70
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Lucinda Williams - Live At The Fillmore
Jeder Auftritt der aus Louisiana stammenden Sängerin wird mit ihr zum Abenteuer. Einzigartig und unnachahmlich quält sie sich durch ihre Obsessionen, reißt die seelischen Wunden auf und geht mit ihrer Reibeisenstimme, unterstützt durch die rauen Klänge ihrer Band, jede Menge emotionales Risiko ein. Sie taucht ganz ein in ihre Songs von Schmerz, Verlangen und Sehnsucht und setzt die explosiven Höhepunkte ins Zentrum ihrer Konzerte, umrahmt von langen Passagen des Suchens und
Findens. Auf diesem ihrem ersten Live-Album von einem 3-nights-stand in San Francisco bringt sie viel Material ihres letzten Studio-Albums „World Without Tears“ sowie Versionen älterer Songs, und das mit einer Band in Hochform
2 CDs ... € 26.90
3 LPs ... € 29.90
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